Kleine Kulturreihe

Am vergangenen Samstag stellte der Musiker Helge Plavenieks sein aktuelles Album im
„Weißen Saal“ des Conversationshaus auf Norderney vor.

„Damit habe ich nicht gerechnet,“ so begrüßte der Singer/Songwriter Helge Plavenieks sichtlich überrascht das Publikum. Die 170 Stühle im Weißen Saal reichten nämlich nicht aus, um den knapp 200 Gästen einen Sitzplatz zu bieten.

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Von Anfang an nahm der gebürtige Norderneyer sein Publikum mit auf eine musikalische Reise durch die letzten fünf Jahrzehnte. Hierbei versäumte er es nicht an den richtigen Stellen eine Auswahl von Eigenkompositionen aus seinem Album „Sei nicht so kritisch“ zu platzieren. Der Titel der CD ist aber durchaus ironisch zu verstehen. In seinen deutschen Songtexten geht es zum Teil äußerst kritisch zu. Hier konnte das Publikum vom ironisch betrachteten Streit mit Nachbarn bis hin zur ernstvollen Auseinandersetzung mit Heuchlerei und Kriegstreiberei erfahren.

Daraus, dass Helge Plavenieks nicht den Anspruch hat, dass Liedermacher-Genre von Grund auf neu zu definieren, macht der stark von Rock und Blues beeinflußte Musiker keinen Hehl. Warum auch, gerade in diesem Bereich ist Plavenieks sehr versiert und geht bei seinen Interpretationen von Bob Dylan bis hin zu Eric Clapton mit großer Leidenschaft zu Werke. Bei seinen Versionen von Pink Floyds „Another brick in the wall“ und „Wish you were here“ dankte im das Publikum diese Hingabe mit lautstarkem Applaus.

So ging nach über zwei Stunden ein kurzweiliger Abend zu Ende bei dem Helge Plavenieks mit seiner authentischen Art überzeugte.

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