Die Blues Buddies sorgten am Samstag in der ausverkauften Kulturscheune in Lütetsburg für einen mitreißenden Konzertabend. Schon der erste Ton zeigte: Hier stehen drei Musiker auf der Bühne, die den Blues leben – auch wenn diesmal einer fehlte.

Frank, der sonst am Bass für das tiefe Fundament sorgt, war krankheitsbedingt ausgefallen. Doch anstatt abzusagen, entschieden sich Helge Plavenieks, Chris Lersch und Marcus Meyenburg, die Sache einfach rock’n’rollmäßig durchzuziehen. Als humorvolle Erinnerung an Frank stand ein kleiner Gartenzwerg auf der Bühne, der vom Publikum mit herzlichem Applaus begrüßt wurde.
Chris glänzte auf seiner türkisfarbenen Fender Stratocaster und seiner Gibson Les Paul mit gefühlvollen Soli. Marcus Meyenburg lieferte an der Cajon und mit Beatbox starke Rhythmen. Und Helge führte mit Akustikgitarre, Blues Harp und seiner leicht nasalen Stimme, die einen hohen Wiedererkennungswert hat, charmant durch den Abend.
Zu den Highlights zählten der stimmungsvolle Auftakt mit „5 A.M.“ von David Gilmour, ein Mix aus „Black Magic Woman“ (Fleetwood Mac und Santana) und vor allem „Fortunate Son“ von CCR, bei dem die Band ihren Friedensappell einbaute. John Fogerty hat den Song 1969 in Zeiten des Vietnamkrieges geschrieben. Er erzählt von den „glücklichen Söhnen“, die nicht in den Krieg mussten – ein Thema, das leider nie an Aktualität verliert.
Zum Abschluss gab es bei „Hey Joe“ ein wahres Gitarrenfeuerwerk, und das Publikum feierte die Blues Buddies mit Standing Ovations











